Starfish Retrospektive
- Nötige Vorbereitung: ggf. Moderation bestimmen oder organisieren
- Zeitaufwand: 1,5 - 2 Stunden
- Benötigte Materialien: (Online-)Whiteboard, Klebezettel in 5 Farben (eine Farbe je Aspekt bzw. Seestern-Arm), Stifte, Klebepunkte (eine Farbe), weitere Zettel zum notieren der definierten Maßnahmen
- Anprechpartner*innen PMO: Annika Kreis, Corinna Müller
Beschreibung der Methode
Die Starfish Retrospektive ist eine agile Methode zur Reflexion und Verbesserung der Teamarbeit. Sie dient dazu, systematisch Feedback zu sammeln, die Stärken und Schwächen eines Teams zu identifizieren und kontinuierliche Verbesserungen zu fördern. Dabei werden 5 Aspekte der Zusammenarbeit im Team beleuchtet, wobei je ein „Seestern-Arm“ Platz für die Ideen und Gedanken zu einem Aspekt bereitstellt.

5 Aspekte der Zusammenarbeit
Die Fünf Aspekte der Zusammenarbeit finden jeweils in einem Arm des Seesternes Platz und untergliedern sich wie folgt:
- Start: Aktivitäten oder Praktiken, die noch nicht durchgeführt werden, aber hilfreich sein könnten und daher begonnen werden sollten.
- Stop: Aktivitäten oder Praktiken, die sich als nicht nützlich oder kontraproduktiv herausgestellt haben und daher eingestellt werden sollten.
- Behalten: Aktivitäten oder Praktiken, die gut funktionieren und daher weitergeführt werden sollten.
- Mehr: Aktivitäten oder Praktiken, die bereits durchgeführt werden und die verstärkt eingesetzt werden sollten, weil sie besonders nützlich sind.
- Weniger: Aktivitäten oder Praktiken, die bereits durchgeführt werden, aber in geringerem Umfang weitergeführt werden sollten, weil sie nicht so nützlich sind oder Ressourcen verschwenden.
Wann kann eine Starfish Retrospektive durchgeführt werden?
- Nach einem Sprint
- Nach größeren Meilensteinen
- Bei Auftreten von Problemen/Herausforderungen
- Zur Förderung der Teamentwicklung
- Für turnusmäßige Feedback-Runden (viertel-/halbjährlich)
Ziel(e) und Nutzen der Methode
- Die Methode ermöglicht eine strukturierte und fokussierte Diskussion, die es (Projekt-)Teams erlaubt, ihre Arbeit zu reflektieren und konkrete Maßnahmen für Verbesserungen zu identifizieren.
- Förderung eines konstruktiven, strukturierten Teamfeedbacks und des Wissensaustauschs
- Förderung einer kontinuierlichen Verbesserung der Teamarbeit und Reduktion von ineffizienten Arbeitsweisen
Durchführung
- Die Moderation erklärt die einzelnen Aspekte (Start, Stop, Weniger, Mehr, Behalten) und bittet die Teilnehmenden, für sich zu jedem Aspekt mindestens einen Punkt zu formulieren und auf einen Klebezettel zu notieren.
- Die Teilnehmenden bekommen nun etwas Zeit für sich, um die Punkte auf Klebezettel zu schreiben, die ihnen zu den einzelnen Aspekten einfallen (-> ein Punkt je Klebezettel).
- Danach stellen die Teilnehmenden ihre Punkte der Gruppe vor und bringen ihre Klebezettel im jeweiligen zum Aspekt gehörenden Seestern-Arm an.
- Im Anschluss können die Klebezettel von der Moderation, in Abstimmung mit der Gruppe, noch nach Themen gruppiert und dann gemeinsam priorisiert werden. Die Priorisierung kann bspw. durch die Vergabe von Klebepunkten vorgenommen werden.
- Zuletzt erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Maßnahmen für die hoch priorisierten Themen. Die Moderation sammelt diese bspw. im Backlog oder ergänzt eine Swimlane „KVP“ (= Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) im Kanban-Board.